Kiefergelenk Botulinum­toxin

Kiefergelenkserkrankungen können sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen – von Schmerzen vor dem Ohr über Knacken, Reiben und Verspannungen bis hin zu einer eingeschränkten Mundöffnung. Die Ursachen reichen von funktionellen Störungen und Fehlbelastungen bis zu entzündlichen oder strukturellen Veränderungen des Kiefergelenks. Deshalb ist zunächst eine sorgfältige klinische Untersuchung entscheidend. Je nach Befund kann eine weiterführende bildgebende Diagnostik sinnvoll sein.

Mit der digitalen Volumentomographie (DVT) lassen sich vor allem knöcherne Veränderungen des Kiefergelenks präzise beurteilen, etwa degenerative Umbauten oder erosive Veränderungen. Wenn dagegen vor allem Weichgewebe wie die Gelenkscheibe beurteilt werden sollen, kann eine MRT die sinnvollere Untersuchung sein.

Bei muskulär bedingten Beschwerden, etwa ausgeprägten Verspannungen der Kaumuskulatur, Bruxismus oder therapieresistenten Schmerzen im Kiefergelenksbereich, kann in ausgewählten Fällen auch eine Behandlung mit Botulinumtoxin sinnvoll sein. Ziel ist dabei, überaktive Muskelanteile gezielt zu entspannen und so Schmerzen, Pressen oder muskuläre Überlastungen zu reduzieren.

Ziel ist immer, die Ursache Ihrer Beschwerden verlässlich einzuordnen und die passende Behandlung einzuleiten.